NTAE zwischenstand

actualpreview

über die neue, in vielerlei hinsicht überraschende, e.p. “not the actual events“, wird vor allem im altehrwürdigen “echoing the sound”-forum diskutiert. dort wurde die e.p. zunächst extrem enthusiastisch aufgenommen. inzwischen wird sehr differenziert über die meta-ebene diskutiert.

bei amazon war die e.p. am tag der veröffentlichung jeweils nr.1 in den kategorien “rock” und “alternative & indie”, sowie nr. 10 aller mp3-alben überhaupt:

ntae_charts

ich kenne aber auch eine stimme aus meinem bekanntenkreis, diese fand den sound der neuen e.p. “matschig”.


“she’s gone away” fand eine freundin “matschig” … ist aber extrem hypnotisch

für mich war kein einziger track der e.p. auf anhieb liebenswürdig, aber genau so wurde es ja angekündigt (“unfriendly, fairly impenetrable”) und genau so ist es gut.

denn großartig fand ich, vielleicht ist dies auch dem format e.p. zu verdanken, die loslösung vom typischen album-aufbau (catchy opener, rocksong, mögliche single, lärm, pathos, rocksong, lärm, pathos, outro).

ein quasi-intro gibt es dennoch (für mich der schwächste teil), aber insgesamt alles langsam wachsende nachtschattengewächse.
aber sie wachsen tatsächlich.


“branches/bones” ist das quasi-intro

insgeheim habe ich mir jahrelang ein nin-album gewünscht das etwa so (un)”zugänglich” wäre wie diese e.p., nur eben mit mindestens doppelter laufzeit noch etwas mehr zu bieten hätte.
mir kam NIN oft etwas vergurkt vor, wenn es auf einmal eine straighte rockband für (z.b. deutsche) festivals sein sollte.

ich hörte die e.p. das erste mal mit kopfhörern. nebenbei ist auch schwierig.
sehr gut fand ich die e.p. aber erst nach dem achten oder neunten einlauf.
da ist viel drin. zumindest ist es eine vielschichtige produktion.


“dear world” klingt anfangs wie “factory floor

erscheint allerdings vielleicht unmöglich irgendjemandem zu erklären was genau man da eigentlich auf dauer-repeat hört.
dies dürfte für NIN-fanatiker aber keine vollkommen neue erfahrung sein.

die e.p. mag sicherlich nicht für “lieblingslieder” gedacht sein:
ich frage dennoch …

welcher teil der e.p. gefällt dir am meisten?

lieblingstrack "not the actual events"
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und wie findest du die e.p. insgesamt?

not the actual events ...
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3 comments

  1. Naja… Ich finde die EP ganz nett… allerdings ist da nicht viel neues drauf… Besten Track für mich ist “Dear World” (Ich mag das elektronische arpeggio gezuppel… danach würde dann vieleicht noch das burning bright kommen… (Was aber sehr nach dem hier klingt: https://www.youtube.com/watch?v=SVdUyN25aSI )

    “She’s gone” empfinde ich auch eher als “matschig” und nicht gut gemischt… vieleicht sollte das ja “dirty” klingen aber ich finde es eher “nervig” und anstrengend… “Branches/Bones” erinnert mich sehr an die Saul Williams sachen (https://www.youtube.com/watch?v=X7u5S88iBDQ)
    “The Idea of You” könnte auch gut zu der With Teeth zeit passen…

    Fazit: ganz nett… aber kommt nicht an vorige Meisterwerke wie “TDS” oder “TF” oder “YZ” ansatzweise ran… mir fehlt die finesse…
    Mir klingt das zu viel nach hier hab ich noch n altes demo oder einen song den ich noch nicht veröffentlich habe… hmmm ach ja ich muss ja bis jahresende noch neues material abliefern… Aber als appetithappen okay… abwarten was denn jetzt 2017 kommt…

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  2. wow, ja das stimmt auf den ersten eindruck ja sehr: die ähnlichkeit zu “nietzsche” von dandy warhols. die cd hatte ich, ich mochte die band eh recht gerne.
    im ets-forum wurde vor allem (vom stil her) eine ähnlichkeit zu den bands “jesu” oder eher “boris” attestiert.
    aber allgemein sagte reznor ja auch die e.p. sei 90s-referentiell:
    http://www.alternativenation.net/trent-reznor-reveals-nine-inch-nails-writing-music-referencing-mid-90s/

    (wobei der warhols-song, jesu und boris ja eher 00er-jahre darstellen)

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  3. p.s.: ich halte die e.p. inzwischen für nin-gold. hab “hestitation marks” immer verteidigt, ist aber spannender. und interessiert mich auch mehr als “year zero”.

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